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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 2
Größen des Sports

"Big Brother" im Baumwipfel

Autorin: Almut Bruschke-Reimer

Wer geglaubt hat, Skispringen sei ein reiner Wintersport, der täuscht sich. Einige der Wissenschaftler, die mit vielen Raffinessen die Sprungkünste der Sportler überwachen, können Schnee überhaupt nicht brauchen.

Wenn Martin Schmitt, Sven "Hanni" Hannawald und Co. von der Skischanze springen, dann haben die Biomechaniker vom Institut für Angewandte Trainingswissenschaften (IAT) in Leipzig Stress. Jedes Detail eines Sprungs akribisch genau messen und unter die Lupe nehmen - das ist eine der Aufgaben des Forscherteams der Fachgruppe Kraft und Technik. Für den Deutschen Skiverband (DSV) führen die Wissenschaftler Technikanalysen durch, im Windkanal und direkt vor Ort während der Sprungwettbewerbe. Denn nicht nur das richtige Material entscheidet über den Sieg. Auch die Geschwindigkeit beim Anlauf, beim Absprung und die Flugkurve eines Springers müssen stimmen, sonst gerät der Sprung zu kurz. Auf den Videoaufnahmen des IAT lässt sich hinterher unschwer erkennen, warum die Konkurrenz ausnahmsweise weiter flog und wo es bei den deutschen "Adlern" hin und wieder hapert.

Bis es allerdings soweit ist, müssen die Skisprung-Experten aus Leipzig richtig schuften. Sieben bis acht Videokameras gilt es bei den Wettbewerben in Flughöhe der Skispringer zu installieren. Da krakseln die Biomechaniker fünf bis sechs Meter hoch auf Bäume oder Lichtmasten links und rechts der Schanze, um die beste Kameraposition zu finden.

Und wo der Schnee die Skisprungexperten stört, lesen Sie in den gedruckten maßstäben.

 

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF