
Mikropumpe mit Makroleistung
(Foto: Forschungszentrum Karlsruhe)
Kleine Dinge haben eine sehr große Oberfläche im Verhältnis zu ihrem Volumen (denn die Fläche hängt quadratisch vom Längenmaßstab ab und das Volumen geht mit der dritten Potenz). Dieser Umstand kann vorteilhaft ausgenutzt werden, etwa beim Bau von Mikromaschinen. Solche Kleinstmaschinen können ihre Abwärme schnell und problemlos an die Umgebung abgeben. Entsprechend größer ist die Leistung, die eine solche Mikromaschine erbringen kann. Im Prinzip taucht dieses Phänomen auch in der belebten (makroskopischen) Natur auf, allerdings ist die große Energieabgabe über die Oberfläche hier eher hinderlich: Jedes warmblütige Lebewesen gibt über seine Haut ständig Wärme an die Umgebung ab. Je kleiner das Lebewesen ist, umso größer ist diese abgegebene Energiemenge im Verhältnis zu der Energie, die über die Nahrung aufgenommen wird. Dies hat zur Folge, dass es nicht beliebig kleine Warmblüter geben kann. Die kleinsten warmblütigen Säugetiere sind übrigens Zwergspitzmäuse. Wegen ihrer relativ großen Oberfläche müssen sie täglich 25 % ihrer Gesamtmasse an Nahrung zu sich nehmen.
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