
Vom Blatt der Lotuspflanze perlt selbst Klebstoff (auf Wasserbasis) ab.
(Foto: Prof. Barthlott, Uni Bonn).
Industriell gesehen bedeutet die Erforschung des Mikro- und Nanokosmos ein Eldorado lukrativer technischer Lösungen. Eine unübersehbare Zahl technischer Möglichkeiten liegt in der disziplinübergreifenden Technologie der kleinen Dimension. Vor allem im Bereich der Oberflächenbeschichtung sind Effekte aus dem Mikro- und Nanokosmos sehr gefragt. Bereits ein Klassiker der Nanotechnologie ist der sogenannte „Lotus-Effekt“, der durch eine spezielle Oberflächenstruktur selbstreinigende Flächen ermöglicht. Das von der wasserabweisenden Oberfläche ablaufende Wasser reinigt dabei die Fläche, indem es Schmutzpartikel einfach mitnimmt. Vorbild dieser Technik ist die Reinheit der Lotusblume, die durch Mikronoppen Regenwasser nach einem ausgeklügelten Ablaufsystem effektiv zur Reinigung einsetzt und mitsamt dem Schmutz entsorgt. Sanitärausstattungen, Dachziegel, Fenster oder auch Autolacke lassen sich damit verbessern. Zugleich können Reinigungsarbeiten und -chemikalien eingespart werden.
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