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micro/nanowelten

Christoph Columbus bei seiner Landung in Amerika
(Foto: AKG Images).

Manchmal liegt die Neue Welt, wie anno 1492, zigtausend Meilen entfernt und man braucht ein Schiff, um zu ihr zu kommen. Und manchmal, 500 Jahre später, liegt die neue Welt so im Kleinen verborgen, dass erst ausgeklügelte Mikroskope ihr ein Gesicht geben. Während Christoph Columbus eine geographische Grenze überwunden hat, überschreiten die modernen Naturwissenschaften eine strukturelle Grenze: Sie fragen nach dem Aufbau der Dinge, suchen zu erklären, wie aus Kleinem Großes wird und wandeln die Antworten in Technik.
Wie für Columbus ist für die heutigen „Entdecker“ das Gefundene tatsächlich „eine Welt“, die nicht nur neu, sondern zugleich auch fremd ist. Erstmals Eingeborene eines unbekannten Landes sehen, erstmals einzelne Atome unter dem Mikroskop identifizieren. In beiden Fällen macht das Gesehene Epoche.

Das vermutlich kleinste Logo der Welt besteht aus 35 Xenon-Atomen und wurde im Jahr 1989 mit einem Rastertunnelmikroskop geschrieben. Der Abstand zwischen den Atomen beträgt 13 Ångström (0,000 0013 mm).
(Foto: IBM Deutschland GmbH)

Dieser Welt im Kleinen, der Epoche des Mikrokosmos, widmete sich eine Ausstellung im Braunschweigischen Landesmuseum vom 30. August bis 4. Oktober 2002, die vom Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB e.V.) organisiert wurde. Der Titel: „Mikro- und Nanowelten“. Präsentiert wurden physikalische Grundlagenforschung und die technologische Umsetzung der Erkenntnisse aus dem Reich der Zwerge (nanos, griech., der Zwerg).

Text: Birgit Ehlbeck, Jens Simon / Bildrecherche: Erika Schow / Webdarstellung: Volker Großmann

© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF