
Bandscheibenvorfall - genau lokalisier
Bei einem Bandscheibenvorfall kann es vorkommen, dass die Reizübertragung der Nerven vom Oberschenkel zum Oberkörper gestört ist. Mithilfe einer Reizung am Fuß (z.B. durch eine elektrische Reizung oder einen Stich mit einer Nadel) lässt sich unter biomagnetischer Beobachtung der in den Nervenbahnen zum Rückenmark weitergeleitete Impuls genau verfolgen. An der Stelle, wo das Magnetfeld verebbt, liegt kein Impuls mehr vor: Hier also ist die Reizübertragung unterbrochen. Die Störung ist eindeutig eingegrenzt.
Andere weitreichende Untersuchungen betreffen Patienten mit Lähmungen aufgrund von teilweisen Hirnausfällen z. B. nach einem Schlaganfall. Dabei können die zuständigen Bereiche im Gehirn die Signale der Nerven nicht mehr verarbeiten. Oder noch tragischer: vom Gehirn werden keine Befehle zur Aktivität der Muskeln mehr erteilt. In beiden Fällen können wichtige Funktionen des Körpers ausfallen, obwohl die betroffenen Gliedmaßen völlig gesund sind. Doch die Zuordnung der Hirnbereiche zu den einzelnen Regionen des Körpers scheint nicht so streng festgelegt zu sein wie zunächst angenommen. Zuweilen kommt es zu einer Umorganisation im Gehirn, so dass schließlich andere Hirnbereiche die Funktionen der geschädigten Partien übernehmen können. Ist dieser Prozess einer Selbstheilung des Körpers erst einmal erforscht, können gezielte Maßnahmen entwickelt und erprobt werden, die diese Strategie des Körpers therapeutisch anregen bzw. unterstützen.
Druckansicht,