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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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Der Himmel über Berlin
Forschung im restaurierten ehemaligen Arbeitsschutzmuseum

Restauriert: Galerie im Arbeitsschutzmuseum - heute Hermann-von-Helmholz-Bau

Vom Museum zurück ins wirkliche Leben: Das ehemalige Arbeitsschutzmuseum wurde aufwändig restauriert, um einer Forschung mit viel Zukunft neuen Raum zu geben. Das Gebäude, das im Jahr 1900 aus Glas und Stahl im Stil der englischen Crystal-Palace-Tradition errichtet wurde, präsentierte von 1903 an die "Ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt". Die Schau hatte ein zu der Zeit äußerst modernes Anliegen: die Förderung von Sicherheit und Volksgesundheit am Arbeitsplatz. Dabei war man stets auf dem neuesten Stand und technisch überholte Gegenstände wurden in den ersten Jahren regelmäßig ausgetauscht. 1943 wurde das Bauwerk in zwei Kriegsnächten zerstört, und alle Exponate fielen den Flammen zum Opfer.

Restauriert: die alte Kranbahn

Nach dem Krieg verfiel das stark beschädigte Gebäude und wurde nur noch teilweise genutzt. Als die benachbarte PTB das Grundstück 1980 erwarb und neue Pläne für die Nutzung des Geländes hatte, wurde die Stadt Berlin auf den historischen Bau in Charlottenburg aufmerksam und stellte es unter Denkmalschutz. Ein Laborgebäude unter Denkmalschutz? Die PTB wagte das Experiment! Bei der Restaurierung in den letzten Jahren achtete man sorgfältig darauf, den alten Geist des Gebäudes wiedererstehen zu lassen und dennoch moderner Forschung einen auch technisch optimal nutzbaren Raum zu geben.

Umbauten in der Halle

So wurde das bis dahin kellerlose Haus nun unterkellert, um sämtliche nötigen Versorgungsleitungen aufzunehmen. Ein Hörsaal mit repräsentativer Galerie bietet sich für Seminare und Vorträge an, und immer dabei ist der Himmel über Berlin, der erst durch das moderne Glas so richtig Eingang findet. Zuvor hatte Drahtglas den Ausblick verhindert. Die Kabinen für die biomagnetische Messung errichtete die Firma Siemens Anlagenbau für die PTB.


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, WEB-Redaktion Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF