
In der PTB ist es gelungen, stetige Magnetfelder über einen Zeitraum von 30 Sekunden zu beobachten. So konnte man ein besonderes elektrophysiologisches Phänomen nachweisen: Beim Hören von Musik baut sich im Kopf des Hörers ein Magnetfeld auf, bleibt während der ganzen Dauer des Höreindrucks bestehen und löst sich wieder auf, wenn der letzte Ton verklungen ist.
Wie funktioniert das Gehirn? Die Antwort auf diese Frage bleibt wohl noch für längere Zeit hochgestecktes Forschungsziel der Neurologie und Psychologie.
Seit den zwanziger Jahren bereits kann man die Großhirnrinde – den Kortex – wie eine Karte des menschlichen Körpers lesen und weiß, wo Bewegung und Empfindung der einzelnen Körperteile ausgelöst werden. Doch wie arbeiten die einzelnen Hirnbereiche zusammen?
Forschungen zum Thema Biomagnetismus betreffen die Reizübertragung der Nerven bei Bewegung, Berührung oder Schmerz sowie den Vergleich der beiden Hemisphären des Kopfes. Viele offene Fragen stellen sich noch zur Verarbeitung der Reize im Gehirn: Wie wird ein bestimmter Bewegungsablauf koordiniert? Welche Verknüpfungen werden im Hirn angesteuert? Bei der Beantwortung dieser komplexen Fragen steht die PTB der neurologischen Forschung mit der Entwicklung und Erprobung geeigneter Messtechnik zur Seite und unterstützt sie bei der physikalischen Interpretation der Messungen.
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