
Magnetfeld des Herzens in verschiedenen Perspektiven
Der Impuls zum menschlichen Herzschlag geht von einem Ort direkt am oberen Herzen – dem Sinusknoten – aus. Von hier aus wird der Herzschlag angeregt. Bei der weiteren Erregungsausbreitung im Herzmuskel fließt messbarer Strom. Schon während sich der Herzmuskel beim Herzschlag zusammenzieht, wechseln die Zellen wieder in den Ausgangszustand und das Spiel beginnt von neuem. Auch die Reizübertragung der Nerven und die Aktivität der Muskeln wird von elektrischen Vorgängen begleitet.
Diese Prozesse werden zur Zeit noch routinemäßig mit EKG – Messungen erfasst, die die Spannung auf der Körperoberfläche wiedergeben. Einen direkteren Zugang zu den elektrophysiologischen Vorgängen im Körper bieten biomagnetische Untersuchungen. Sie erfassen mithilfe hochempfindlicher Sensoren die Magnetfelder, die vom Körper ausgehen.

Freilich sind diese Signale äußerst schwach und können selbst von den hochempfindlichen Magnetfeldsensoren (SQUIDs) nur unter Ausschluss der Umwelt, die voller magnetischer Signale ist, wahrgenommen werden. Vergleichbare Schwierigkeiten hätte ein Schmetterlingsforscher, der die leisen Flügelschläge seiner Lieblinge direkt neben startenden Düsenjägern aufnehmen wollte!
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