Logo PTB

Leibniz Universität Hannover

Zu dem im November 2007 unter Beteiligung der PTB gegründeten Exzellenzcluster QUEST (Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research) gehört auch ein QUEST-Institut an der PTB. An der Kooperation sind sechs Institute der Leibniz Universität Hannover (LUH), das Laser-Zentrum Hannover, der Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe, das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI) sowie das Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM), Bremen, beteiligt.

Im Mai 2014 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einen neuen Sonderforschungsbereich bewilligt: „Relativistische Geodäsie und Gravimetrie mit Quantensensoren (geo-Q)”. In dem auf bis zu zwölf Jahren Laufzeit ausgelegten SFB werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Erdmessung und des Instituts für Quantenoptik der LUH, des AEI sowie der PTB und des ZARM gemeinsam an den Grundlagen zukunftsweisender Verfahren zur Vermessung der Erde und ihrer ständigen Veränderungen, einschließlich des Klimawandels, forschen.

Ab Juli 2016 wird es einen weiteren gemeinsame Sonderforschungsbereich von LUH, ZARM und PTB geben: „Designte Quantenzustände der Materie (DQ-mat) – Erzeugung, Manipulation und Detektion für metrologische Anwendungen und Tests fundamentaler Physik". Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs ist es, die Kontrolle über isolierte Atome und Moleküle, die schon länger möglich ist, auf große Quantensysteme auszudehnen und deren Anwendung in der Metrologie zu erschließen.

In 2013 hat ein gemeinsames Forscherteam vom Institut für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover und von der PTB einen ERC Starting Grant erhalten. Die Europäische Union fördert das Projekt QLEDS „Quantum Logic Enabled Test of Discrete Symmetries“ mit einem Betrag von rund 1,6 Millionen Euro. Ziel des Vorhabens ist, basierend auf Methoden, die für Quantencomputer entwickelt wurden, hochgenaue teilchenphysikalische Messungen mit Materie und Antimaterie zu unternehmen, um Hinweise auf neue Physik jenseits des Standardmodells zu finden.

Im Rahmen des gemeinsamen Graduiertenkollegs „Grundlagen und Anwendungen ultrakalter Materie“, das seit 2012 läuft, werden die grundlegenden Eigenschaften von Quantengasen untersucht, unter besonderer Berücksichtigung neuester Forschungsansätze wie beispielsweise ultrakalte polare Moleküle, quantenentartete Gase aus Erdalkaliatomen, nichtklassische Zustände der Materie und stark korrelierte atomare Gase. Zudem hat das Graduiertenkolleg als weiteren Schwerpunkt die Anwendung ultrakalter Materie.

Darüber hinaus ist die PTB ein Kooperationspartner der LUH für den Forschungsneubau HITec (Hannover Institut für Technologie), in dem Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Technologieentwicklung auf dem Gebiet der Quantenphysik und Geodäsie gebündelt werden. Der Forschungsneubau soll im Laufe des Jahres 2016 fertiggestellt sein.