Die experimentelle Psychologie ist bei der Beschreibung von Wahrnehmungsphänomenen auf indirekte Methoden wie die Messung von Reaktionszeiten angewiesen. Um die neuronale Basis dieser Phänomene besser zu verstehen, wurde zusammen mit dem Humanwissenschaftlichen Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universtät München und der chinesischen Akademie der Wissenschaften die visuelle Wahrnehmung von Objekten mittels der Magnetenzephalographie durchgeführt. Dabei zeigten sich langsamere und schwächere Gehirnantworten, wenn die Objekte am Rand des Sehfeldes im Vergleich zu Objekten aus dem zentralen Bereich waren. Die Reaktionszeiten auf periphere Signale sind hingegen nicht länger. Das weist darauf hin, dass diese Reaktionen unter Umgehung höherer visueller Areale ausgeführt werden.
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