Bei Krankheiten wie Dystonie (Verkrampfung) und Parkinson ist die Kopplung zwischen Muskeln, den Transferstellen in tiefen Hirnregionen, und dem Kortex (der Hirnrinde) gestört. Um diese Störungen besser zu verstehen, haben Mitarbeiter der PTB zusammen mit der Klinik für Neurologie der Charité (Campus Rudolf Virchow) magnetenzephalographische Untersuchungen simultan mit Elektrodenableitungen durchgeführt. Diese Methodik wurde bei Dystonie-Patienten angewandt, denen aus therapeutischen Gründen temporär Tiefenelektroden ins Gehirn eingeführt waren. Hier konnte eine Kopplung zwischen den lokalen Feldpotentialen subthalamischer Hirnregionen und dem Kortex zwischen 15 Hz und 25 Hz nachgewiesen werden. Die gefundene Stärke der Kopplung soll jetzt in Beziehung zum Krankheitsverlauf nach Implantation des Tiefenhirnstimulators gesetzt werden.
Druckansicht,