Die von der Bundesregierung bis 2020 geplante Anzahl von einer Million Elektrofahrzeugen erfordert eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Im Gegensatz zur Tankdauer herkömmlicher Kraftfahrzeuge liegt die Ladedauer eines Elektrofahrzeuges ein Vielfaches darüber. Das regt an, alternative Konzepte zu elektrischen Ladesäulen mit fest integrierter Messtechnik zu entwickeln. Im Verbundvorhaben On-Board Metering (OBM) beteiligt sich die PTB unter Bearbeitung eichrechtlicher und sicherheitstechnischer Fragen an der Entwicklung eines alternativen Systemansatzes, bei dem die Messtechnik nicht in der Ladesäule, sondern im Fahrzeug integriert ist. Damit können die Elektrofahrzeuge an einfachen Ladedosen angeschlossen und beladen werden.
Auf der Grundlage der OBM-Systemarchitektur wurden die Anforderungen an die mobile Messtechnik sowie an die erforderlichen Sicherheitskomponenten erarbeitet. Gemeinsam mit den Festlegungen zu den Daten- und Kommunikationsmodellen ergeben sie das Sicherheitskonzept, das die Grundlage für die Vertrauenswürdigkeit abgerechneter Energiemengen bildet. Das Konzept ermöglicht jeder am Ladeprozess beteiligten Partei, sich von der Korrektheit und Vollständigkeit der gemessenen Energiemengen zu überzeugen.
Das entwickelte Konzept ist Grundlage für die beginnende Entwicklung von Prototypen.
Ansprechpartner:
N. Zisky; FB 8.5;
J. Neumann, FB 8.5;
J. Weil, FB 8.5
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