Magnetresonanzbildgebung, wie sie in der klinischen Diagnostik Anwendung findet, wird üblicherweise in Magnetfeldern betrieben, die um fünf Größenordnungen stärker sind als das Erdmagnetfeld von ca. 40 µT. In erstgenannten Feldern liegt die Resonanzfrequenz der Protonen bei einigen hundert Megahertz. In einem millionenfach schwächeren Feld reduziert sich die Resonanzfrequenz auf einige hundert Hertz, ein Frequenzbereich, in dem sich die bioelektrische Aktivität des Gehirns abspielt. Hier wäre es also möglich, die Hirnaktivität über ihre Wirkung auf das Magnetresonanzbild sichtbar zu machen. Ein erster Schritt zur Verwirklichung dieser Idee ist jetzt im Rahmen einer Promotion in der PTB gelungen: in dem neu fertig gestellten Abschirmraum (siehe Beitrag Abschirmraum für Kernmagnetresonanz) wurde an einem einfachen Phantom in einem Feld von 17 µT und einer kernmagnetischen Resonanzfrequenz von 730 Hz eine 2D-Bildgebung mit einer räumlichen Auflösung von 1.5 mm realisiert.
Ansprechpartner:
R. Körber, FB 8.2;
I. Hilschenz, FB 8.2
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