Das Hauptziel der Modellstudien ist die Untersuchung der mit der räumlichen Ausdehnung von elektrophysiologischen Quellen verbundenen Effekte auf die bioelektrischen und biomagnetischen Felder des Menschen. Die Beschreibung der ausgedehnten Quellen erfolgt durch analytische, numerische und Multipolmodelle. Betrachtet werden Stromquellen im Herzen, tiefe Quellen im Gehirn und Aktionsströme in peripheren Nerven.
Ausgehend von der Berechnung der bioelektrischen und biomagnetischen Felder für die entsprechenden Quellen- und Volumenleitermodelle (Vorwärtsproblem) wird der Informationsgehalt beider Feldtypen untersucht. Außer der Vorwärtsrechnung wird die Rekonstruktion der ausgedehnten Quellen aus den bioelektrischen und biomagnetischen Feldern behandelt (inverses Problem). Typische Applikationen der Studien zum inversen Problem sind die Lokalisation und die weitere Bestimmung charakteristischer Parameter von ausgedehnten Quellen aus magnetokardiographischen (MKG), magnetoenzephalographischen (MEG) und magnetoneurographischen (MNG) Daten. Die Modellstudien und Applikationen erfolgen in Kooperation mit der
Arbeitsgruppe 8.21.
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Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Arbeitsgruppe 8.41 Modellierung und Simulation
Abbestr. 2-12
10587 Berlin
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