Entwicklung und Erprobung von Meßverfahren zur MR-Bildgebung des menschlichen Herzens bei 3 Tesla sowie Bestimmung von für die MR-Diagnostik relevanten Parametern des Herzmuskels
Die Kernspintomographie des menschlichen Herzens bei Magnetfeldstärken von 1.5 T hat in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung durchlaufen, wobei das Potential für eine klinische Diagnostik bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Durch die Verwendung höherer Magnetfeldstärken (B0 ≥ 3T) kann insbesondere eine Verbesserung des Signal/Rauschverhältnisses (SNR) erzielt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit einer funktionellen Kernspintomographie des Herzmuskels. Die Steigerung des SNR ermöglicht die Verbesserung der räumlichen bzw. zeitlichen Auflösung der MR-Bilder mit dem Ziel, eine Alternative zu invasiven und ionisierende Strahlung verwendenden kardiologisch-diagnostischen Verfahren zu entwickeln.
Mit Hilfe der in der Arbeitsgruppe entwickelten 2-Element- Herzspule konnte erstmals demonstriert werden, dass bei 3 Tesla eine qualitativ hochwertige MR-Herzbildgebung möglich ist. Darüber hinaus konnte durch Vergleichsmessungen an einem klinischen MR-Tomographen eine Steigerung des SNR bei 3 Tesla um den Faktor 2 gegenüber 1.5 Tesla gezeigt werden. Weiterhin wurden in vivo Messungen zur Bestimmung der T 1 - und T 2 * -Relaxationszeiten und der B 0 -Feldinhomogenität im Herzmuskel durchgeführt.

Kurzachsenschnitte des menschlichen Herzens (Proband) aufgenommen bei 3 Tesla (links: basal, Mitte: mid-ventrikular, rechts: apical). Die Bilder wurden hinsichtlich der inhomogenen Verteilung der B1-Amplitude der verwendeten 2-Element Spule korrigiert.

Kurzachsenschnitt des menschlichen Herzens (Proband) aufgenommen bei 3 Tesla und einer Auflösung in der Schichtebene von 1 mm x 1 mm

Cine Sequenz (Kurzachsenschnitt des menschlichen Herzens) mit einer Zeitauflösung von 60 ms

Vergleich von Signal/Rausch-Verhältnissen bei 1.5T und 3T gemessen an 12 Positionen des Herzens (linker Ventrikel)
Druckansicht,