Für das Auslesen von SQUID-Sensoren werden in der AG 7.21 hochempfindliche und breitbandige Elektroniken entwickelt, die für den jeweiligen Anwendungszweck optimiert werden.
Elektronik für 16-Kanal-SQUID-Modul
Für SQUID-Multikanalsysteme, die in magnetisch geschirmten Kabinen betrieben werden, stehen Elektronikboards zur Verfügung, die mit 4 SQUID-Kanälen bestückt sind. Jeweils 4 Boards werden zu einem 16-Kanal-Modul zusammengefasst. Derartige Module bilden z.B. die Basis für das
304-Kanal- Vektormagnetometersystem VMS 304 der PTB.
Für andere Anwendungen, insbesondere für Systeme mit niedriger Anzahl von SQUID-Kanälen, bei denen eine hohe Bandbreite benötigt wird, wurden weitere Elektroniken entwickelt:
Diese SQUID-Ausleseelektroniken werden von der Fa. Magnicon in Lizenz hergestellt und vertrieben.
3-Kanal SQUID-Ausleseelektronik. Die Elektronik wird mit einem konventionellen Schaltnetzteil gespeist und kann über einen Computer angesteuert werden. Für die Einstellung der Parameter steht eine komfortable Software zur Verfügung.
Die jüngste Entwicklung für die Erzielung extrem großer Bandbreiten ist eine gekühlte SQUID-Elektronik. Eine Platine mit Verstärker und Integrator befindet sich in unmittelbarer Nähe des SQUID-Chips, so dass die Regelschleife (Flux-Locked-Loop) im Kalten geschlossen werden kann. Dadurch werden die Signallaufzeiten auf den Verbindungszeiten kurz gehalten was Bandbreiten bis zu 350 MHz ermöglicht.
Versuchsplatine der gekühlten ultraschnellen SQUID-Elektronik. Ein SQUID-Stromsensorchip befindet sich direkt auf der Platine (links). Unten: Antwort des SQUID-Systems mit gekühlter Elektronik auf ein angelegtes rechteckförmiges magnetisches Flusssignal.
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