
Abb. 1:
Parallelendmaße sind die genauesten und einfachsten Maßverkörperungen der Länge, die man zur Weitergabe der Längeneinheit Meter an die Industrie benutzt. Sie sind von quaderförmiger Gestalt und bestehen aus verschleißfestem Werkstoff, z.B. Stahl, Wolframcarbid oder Keramik. Sie werden in speziell abgestuften Längen zu Endmaßsätzen zusammengestellt, so daß sich durch Kombination nur weniger Endmaße jede Länge im Bereich von 2 mm bis 200 mm in Schritten von 1µm realisieren läßt.
![]() | | Die Endmaß-Messflächen lassen sich mit hoher Genauigkeit eben, parallel und mit sehr feiner Politur herstellen. Die damit verbundenen optischen Eigenschaften gestatten es, die Längeneinheit Meter mit dem Messprinzip der Lichtinterferenz in einem direkten Messverfahren auf ein Parallelendmaß zu übertragen. |
Als weitere, kostengünstigere Möglichkeit für die Rückführbarkeit (traceability) auf die Basiseinheit Meter wird für Nennmaße über 200 mm die Kalibrierung durch Unterschiedsmessung angeboten. Dabei wird die Länge von interferometrisch kalibrierten Parallelendmaßen durch mechanische Antastung mittels hochauflösender Sensoren weitergegeben. Die in der PTB kalibrierten Parallelendmaße dienen als Bezugsnormale für die weitere Kalibrier-Hierarchie (z. B. den Deutschen Kalibrierdienst DKD) bis hin zur industriellen Messtechnik.
Endmaße nach DIN EN ISO 3650
Informationen zu den
Festgebühren für Endmaßkalibrierungen
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