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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

FachabteilungenAbt. 5 Fertigungsmesstechnik 5.1 Oberflächenmesstechnik5.12 Härte- und Schichtdickenmesstechnik > Was ist Härte?
Härte- und Schichtdickenmesstechnik
Arbeitsgruppe 5.12

Was ist Härte ?

Die Härte ist nach heutiger Definition der Widerstand, den ein fester Körper gegen das Eindringen eines anderen härteren Stoffes aufbringt.
Die Härtemessung ist ein relativ altes Verfahren und hat sich im Laufe der Zeit ständig weiterentwickelt und verbessert. Die folgende Tabelle liefert einen Überblick über die Entwicklung:

ZeitBeschreibung
1640Barba: beurteilt die Härte von Edelsteinen mit einer Feile
1722Reaumur: bestimmt die Härte von Stahl durch Ritzen mit verschiedenen Mineralien
entwickelt ein Eindruckverfahren mit zwei kreuzweise aufeinander gepressten
Dreieckprismen aus demselben Material
1801Hauy: System der Ritzhärte mit 4 Härtestufen
1820Mohs stellt eine Ritzhärteskale mit 10 Härtestufen auf
1874Uchatius: beurteilt die Härte von Bronzen mit einem aus 25 cm Höhe herabfallenden
Meißel (dynamisches Härtemessverfahren)
1900Brinell: entwickelt den nach ihm benannten Kugeldruckversuch
ca. 1905Martens: entwickelt das Indentation-Prinzip der gleichzeitigen Messung von Prüfkraft
und Eindringtiefe
1907Shore: Rücksprungverfahren für Stähle
1920Rockwell: Härtemessverfahren mit Vorkraft und Tiefenmessung
1925Smith und Sandland entwickeln das Vickers-Härtemessverfahren

© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2012-01-17,  Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF