Die Härte ist nach heutiger Definition der Widerstand, den ein fester Körper gegen das Eindringen eines anderen härteren Stoffes aufbringt.
Die Härtemessung ist ein relativ altes Verfahren und hat sich im Laufe der Zeit ständig weiterentwickelt und verbessert. Die folgende Tabelle liefert einen Überblick über die Entwicklung:
| Zeit | Beschreibung |
| 1640 | Barba: beurteilt die Härte von Edelsteinen mit einer Feile |
| 1722 | Reaumur: bestimmt die Härte von Stahl durch Ritzen mit verschiedenen Mineralien entwickelt ein Eindruckverfahren mit zwei kreuzweise aufeinander gepressten Dreieckprismen aus demselben Material |
| 1801 | Hauy: System der Ritzhärte mit 4 Härtestufen |
| 1820 | Mohs stellt eine Ritzhärteskale mit 10 Härtestufen auf |
| 1874 | Uchatius: beurteilt die Härte von Bronzen mit einem aus 25 cm Höhe herabfallenden Meißel (dynamisches Härtemessverfahren) |
| 1900 | Brinell: entwickelt den nach ihm benannten Kugeldruckversuch |
| ca. 1905 | Martens: entwickelt das Indentation-Prinzip der gleichzeitigen Messung von Prüfkraft und Eindringtiefe |
| 1907 | Shore: Rücksprungverfahren für Stähle |
| 1920 | Rockwell: Härtemessverfahren mit Vorkraft und Tiefenmessung |
| 1925 | Smith und Sandland entwickeln das Vickers-Härtemessverfahren |
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