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Moderne optische Kommunikationssysteme verwenden immer höhere Übertragungsraten. Zur Charakterisierung derartiger Systeme wurde in der PTB ein optisches Abtastoszilloskop entwickelt. Es benötigt ultrakurze Lichtimpulse, die z. B. mit einem modengekoppelten Erbium-Faserlaser erzeugt werden können.
Abb. 1 zeigt einen Aufbau, der vom
Laserzentrum Hannover realisiert wurde. Er verwendet die optisch-nichtlineare Polarisationsdrehung [1] als Modenkopplungsmechanismus. Als Besonderheit weist er eine Freiraumstrecke auf (in Abb. 1 rot gezeichnet). Damit lässt sich die Impulsrepetitionsfrequenz um einige Prozent verändern. Dies ist erforderlich, um die Impulsfolge mit einem Datenstrom zu synchronisieren. Hier lässt sich auch ein elektro-optischer Modulator einfügen, der eine Frequenzregelung ermöglicht, die viel schneller arbeitet, als die Regelung über die Pumpleistung [2]. Das Ausgangsspektrum derartiger Femtosekunden-Faserlaser ist kammförmig. Dies lässt sich vorteilhaft für andere Anwendungen der Präzisionsmetrologie, etwa für die optische Frequenzmessung ausnutzen, insbesondere wenn die Frequenzen der Kammlinien praktisch nur korreliert rauschen.
Abb. 1: Modengekoppelter Erbium Faserlaser zur Anwendung in einem optischen Abtastoszilloskop. Mittlere Ausgangsleistung: 15 mW, Impulsdauer: 80 fs, Repetitionsfrequenz: 55 MHz
[1] K. Tamura, E. P. Ippen, H. A. Haus and L. E. Nelson, Opt. Lett. 18, 1080 (1993)
[2] N. Haverkamp, H. Hundertmark, C. Fallnich, and H. R. Telle, Appl. Phys B 78, 321 (2004)
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