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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

FachabteilungenAbt. 4 Optik 4.3 Quantenoptik und Längeneinheit4.33 Röntgenoptik > Röntgeninterferometrie
Röntgenoptik
Arbeitsgruppe 4.33

Röntgeninterferometrie

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Die auf diese Art kalibrierten Interferometer werden in der Längen- und Winkelmesstechnik als Feinskala z. B. von optischen Interferometern im Subnanometer- und Subnanorad-Messbereich eingesetzt. Die erste Kalibrierstation dieser Art wurde gemeinsam mit PTB und IMGC unter finanzieller Unterstützung der EG am National Physical Laboratory als COXI (combined optical and x-ray interferometry for high precision dimensional metrology) in Großbritannien aufgebaut. Die fortschreitende Bearbeitungsgenauigkeit in der Fertigungstechnik zwingt die Messtechnik zu immer kleineren Messunsicherheiten - eine Aufgabe auch für die Röntgeninterferometrie, eine atomare Längenskale zu entwickeln. Die Konstruktion dieser Interferometer aus Silizium wird durch Finite-Element - Simulationen ihrer mechanischen Eigenschaften unterstützt. Die Bearbeitung der Kristalle wird in Zusammenarbeit mit dem Bereich "Ultrapräzisionsbearbeitung" des Fachbereichs "Wissenschaftlicher Gerätebau" durchgeführt.

Mit dem abgebildeten Interferometer werden zurzeit Messaufgaben in der Nanotechnologie untersucht, wie z. B. Transfer-Längenstandards für die Raster-Tunnelmikroskopie und Interpolationsverfahren in der Lichtinterferometrie.

Die genaue Kenntnis von Röntgenwellenlängen wird für die Bestimmung von Fundamentalkonstanten wie z. B. der Feinstrukturkonstante, und festkörper-physikalischer Eigenschaften wie Absorptionskanten, Emissionsspektren, QED-Tests usw. benötigt. Bislang werden die Wellenlängen durch Messungen von Bragg-Winkeln auf den Zahlenwert eines kalibrierten Silicium-Gitterparameters zurückgeführt. Die damit erreichbare relative Messunsicherheit ist aber durch die des Gitterparameters auf bestenfalls 1 . 10-8 begrenzt. Ziel einer Forschungsaufgabe ist die Entwicklung eines Fabry-Pérot-Interferometers für sichtbare und Röntgenstrahlung, das den Anschluss geeigneter Referenzwellenlängen im Röntgenbereich an die Wellenlängen optischer Frequenznormale mit einer relativen Unsicherheit von <10-10 erlaubt.


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2010-03-12, Webmaster Abteilung 4 Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF