Der Bereich der Messung und Synthese optischer Frequenzen wurde durch die Einführung von fs Frequenzkämmen revolutioniert. Es ist jetzt möglich, optische Frequenzen (also Laserlicht) gegen Referenzquellen (sog. Uhren) im optischen oder rf-Spektralbereich zu vermessen. Dabei arbeiten die Frequenzkämme so präzise, dass die Messungen nur durch die Stabilität und Genauigkeit von Referenz und/oder zu vermessender Quelle begrenzt werden.
Bei der Bereitstellung eines solchen Messmittels für optische Frequenzen liegt deshalb ein großes Problem bei der Bereitstellung der Referenz. Gängige Referenzquellen sind z. B. im rf Bereich arbeitende Cs oder Rb Uhren. Alle diese Geräte zeichnen sich durch relativ schlechte Kurzzeitstabilität aus. Genau hier liegt ein großer Vorteil bei der Verwendung optischer Referenzfrequenzen.
Die Entwicklung eines optischen Lokaloszillators auf der Basis eines kommerziell erhältlichen frequenzverdoppelten Faserlaser mit einer deutlich besseren Kurzzeitstabilität als die zur Verfügung stehenden Mikrowellenoszillatoren ist zur Zeit nicht verfügbar, wird aber dringend benötigt.

Bild 1: Modularer Aufbau eines stabilisierten Faserlasers
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Dieser Weg soll zur ersten kommerziell verfügbaren hochstabilen optischen Referenzfrequenz führen. Ziel ist die Entwicklung eines optischen Lokaloszillators als entsprechendes Gegenstück zur RF (Quarz)-Technologie mit einer 10-fach besseren Kurzzeitstabilität und einer Langzeitstabilität σy(τ ) < 2·10-14.
| Dr. Gesine Grosche Tel.: +49(0)531-592 4318 Fay: +49(0)531- 592 43 05 E-Mail: | Dr. Thomas Legero |
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