

Elektrische Betriebsmittel der Starkstromtechnik mit betriebsmäßigen Zündquellen, z. B. Schaltfunken oder heißen Oberflächen, werden in ein Gehäuse - die druckfeste Kapselung - eingebaut, welches im Falle einer inneren Explosion nicht beschädigt wird und trotz unvermeidbarer Öffnungen oder Spalte keinen Flammendurchtritt in die äußere explosionsfähige Atmosphäre zulässt.
Zur Überprüfung dieser Eigenschaften sind bei der Baumusterprüfung umfangreiche Experimente durchzuführen. Für kleinere Baumuster sind Versuchskessel vorhanden, die auch eine Vorkompression des Versuchsgemisches erlauben und eine sichere Handhabung der explosionsfähigen Gas/Luft-Gemische gewährleisten.
Die notwendigen Grundlagenuntersuchungen haben zunächst das Ziel, das Messverfahren für den inneren Explosionsdruck weiterzuentwickeln. Die dynamische Beanspruchung durch die Explosion stellt für das Gehäuse eine besondere Belastung dar. Für metallische Gehäuse und Schraubenverbindungen wurde die mechanische Belastung ermittelt und eine technisch angemessene Relation zwischen dynamischer Typprüfung und statischer Stückprüfung festgelegt. Die besonderen Probleme bei der Verwendung von Kunststoffen, vor allem mit Faserverstärkung, wurden untersucht und Kennwerte für die Festigkeitsabnahme durch Alterung ermittelt. Ein aktuelles Vorhaben soll einen Beitrag zum Verständnis des Zünddurchschlages liefern, um dadurch gegebenenfalls technisch einfachere und damit preisgünstigere Spaltgeometrien zu ermöglichen.
weiterführende Seite: Explosionsschutz in der PTB: www.explosionsschutz.ptb.de
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