| Die Messung kleiner atmosphärischer Druckdifferenzen ist von erheblicher praktischer Bedeutung z.B. in der Heizungs- und Klimatechnik, aber auch bei Überwachungsaufgaben in Kraftwerken und für den Umweltschutz. Das Tauchglockenmanometer (TGM) in der dargestellten Form ist mit geeigneter Sperrflüssigkeit (geringe Viskosität, kleine Oberflächenspannung) ein klassisches Messgerät für kleine atmosphärische | ![]() | |
| Druckdifferenzen (Überdrücke). Die Querschnittsfläche der Tauchglocke (500 cm2) ist aus dimensionellen Messungen genau bekannt und die vom Druck auf diese Fläche wirkende Kraft wird durch eine Gewichtskraft kompensiert. Das TGM realisiert also wie das Kolbenmanometer unmittelbar die Definitionsgleichung des Drucks. Bei dem oben dargestellten Kolbenmanometer mit digitaler Druckanzeige wandelt ein an einer Parallelführung reibungsfrei in einem Zylinder aufgehängter großer nicht rotierender Kolben den auf seine Stirnfläche wirkenden Druck in eine Kraft um, die mit einer Wägezelle als Dynamometer (d.h. mit einer elektronischen Waage) gemessen werden kann. | ||
| Druckvergleichsmessungen mit dem Quecksilbermanometer liefern die wirksame Querschnittsfläche des Kolbens. Das Gerät kann als sekundäres Normalgerät aufgefasst werden, das zwischen dem Messbereich des TGM und der unteren Messbereichsgrenze der Kolbenmanometer für Gas als Druckmedium interpoliert. | ![]() | |
| Messabweichung zwischen einem kalibrierten Elektromanometer und den beschriebenen Normalgeräten | ||
Ahrendt H., Vergleichsmessungen von Tauchglockenmanometern, PTB-Mitteilungen, 1992,102,463-466.
Perkin M.et al., Comparison of European differential pressure standards in the range 3 Pa to 1000 Pa; Metrologia 1999,36,1-7.
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