| Kolbenmanometer als Normalgeräte realisieren die Definitionsgleichung des Drucks unmittelbar. Der Druck wirkt auf die Stirnfläche eines gewichtsbelasteten rotierenden Kolbens, der in einem senkrecht stehenden Zylinder frei beweglich ist. Das Druckmedium, Gas oder Flüssigkeit, entweicht durch den sehr engen Spalt zwischen Kolben und Zylinder (Spaltweite < 1 µm) und verhindert im Betrieb den direkten Kontakt zwischen beiden Komponenten. | ![]() Kolben-Zylinder-Messsysteme für Drücke bis 350 kPa (links) und 400 MPa (rechts) | ||
| Die auf den Kolben wirkende Kraft ist aus Wägungen mit einer relativen Unsicherheit von 1 · 10-6 oder besser bestimmbar. | |||
| In der | |||
| Die kleineren Querschnittsflächen der Kolben zur Messung größerer Drücke werden aus Druckvergleichsmessungen mit bereits bekannten Normalgeräten bestimmt (step-up-Verfahren). Bei solchen Messsystemen tritt die elastische Verformung von Kolben und Zylinder als lineare Druckabhängigkeit der Querschnittsfläche in Erscheinung. Der Druckkoeffizient wird nach einem Iterationsverfahren bestimmt, das abwechselnd den Druckverlauf im verformten Spalt und anschließend die durch den Druck bewirkte Verformung nach der FEA-Methode berechnet, z.B. für das oben rechts abgebildete 400 MPa-System. | |||
| Entsprechende Berechnungen in Verbindung mit experimentellen Untersuchungen wurden auf den | |||
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| Diagramm: Elastische Verformung des 400 MPa-Systems |
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