Eine neuartige primäre Messmethode ermöglicht die Bestimmung der Leitfähigkeit von Reinstwasser zurückgeführt auf das SI. Die Messzelle ist in einen geschlossenen Reinstwasserkreislauf integriert, der von einem Milli-Q Reinstwassersystem versorgt wird. Sie ist in einer zylindrischen, koaxialen Elektrodenanordnung so konstruiert, dass die Zellkonstante durch geometrische Messungen bestimmt werden kann.
Ihr Zahlenwert ist damit auf das SI zurückgeführt. Der Widerstand des Reinstwassers in der Zelle wird in einem Differenzmessverfahren (über unterschiedlich lange Elektroden) aus den gemessenen Impedanzspektren ermittelt. Mit der ermittelten Leitfähigkeit kann das Reinstwasser als Referenzlösung für eine zu kalibrierende Messzelle genutzt werden, die in Serie in den Kreislauf eingebaut wird. Eine weitere Messzelle zur primären Leitfähigkeitsmessung ist in den Kreislauf integriert, um das Messergebnis redundant abzusichern. In diesem Aufbau wird die Solltemperatur eingeregelt. Zur Temperierung durchläuft das Reinstwasser dazu einen Wärmetauscher. Die Messzellen befinden sich in einem temperierbaren Luftbad. Die Temperaturmessung erfolgt über Pt100 Sensoren, die über Widerstandmessbrücken ausgelesen werden.

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