Mit einem international vereinbarten primären Messverfahren (IUPAC 2002, DIN 19266) kann der pH-Wert von Referenzpufferlösungen im Temperaturbereich von 5 °C bis 80 °C mit einer erweiterten Messunsicherheit (k=2) in pH je nach Puffer von 0.002 bis 0.004 (bei 25 °C) gemessen werden.
Mit der in der PTB entwickelten Miniatur-ISE- Durchflusszelle kann die Ionenaktivität folgender Ionen bestimmt werden:
| Ion | 1Messbereich in mmol⋅kg-1 | 2Erweiterte Messunsicherheit in % |
|---|---|---|
| Calcium | 0.66 – 1.54 | 5.8 |
| Natrium | 126 – 154 | 2.5 |
| Kalium | 2.76 – 4.97 | 2.8 |
| Chlorid | 135 – 156 | 2.8 |
1 kann ggfs. angepasst werden; 2Erweiterungsfaktor k=2
Mit dem in der PTB entwickelten primären Leitfähigkeitsmessplatz für Referenzlösungen kann die Leitfähigkeit von Elektrolytlösungen im Bereich zwischen 0.1 mS/m und 20 S/m mit einer relativen erweiterte (k=2) Unsicherheit von bis zu 0.04 % gemessen werden.
Der an der PTB entwickelter Messplatz ermöglicht die Kalibrierung der Zellkonstanten von Durchflussmesszellen. Er ist für Messzellen konzipiert, die im Rein- und Reinstwasserbereich Anwendung finden und deckt den Leitfähigkeitsbereich von 5.5 µS/m bis ca. 15 mS/m mit einer erweiterten (k=2), relativen Messunsicherheit von ca. 1 % ab.
Die Arbeitsgruppe versucht ihre Messaufbauten möglichst flexibel zu gestalten und steht auch ungewöhnlichen Kalibrieranfragen jederzeit offen gegenüber. So haben wir bereits beispielsweise die Leitfähigkeit und den pH-Wert von Lacken oder Treibstoffen vermessen.
Prüfungs- und Kalibrierangebot | |||
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Calibration and Measurement Capabilities (CMC)Zertifizierte Messmöglichkeiten im Rahmen des Mutual Recognition Arrangement sind hier http://kcdb.bipm.fr/appendixC/search.asp?reset=1&met=QM |
In der medizinischen Diagnostik ist zunehmend die quantitative Information über die chemische aktive Form des Analyten (Species) gefordert.
Entwicklung eines Verfahrens und Aufbau eines Messplatzes um die Aktivität von Ionen im Durchfluss zu messen. Zu diesem Zweck werden neue ISE-Miniatur-Durchflussmesszellen entwickelt und Referenzmaterialien zur Kalibrierung des Messsystems im klinisch relevanten Messbereich (Natrium135-150 mmol/L, Kalium 3.5-4.5 mmol/L, Calcium 1.1-1.3 mmol/L und Magnesium 0.7-1.6 mmol/L) sowie von Chlorid charakterisiert. Zur Berechnung der Ionenaktivität wird das semiempirische Modell von K.S. Pitzer verwendet.
Entwicklung eines Verfahrens und Aufbau eines Messplatzes, um die Leitfähigkeit von Reinstwasser, das gezielt mit Ionen im μmol/L Bereich versetzt wird, auf das SI zurückgeführt im Durchfluss zu messen. Bestandteil ist die Entwicklung eines allgemeinen Modells zur Bestimmung des Lösungswiderstands für diesen Leitfähigkeitsbereich.
Die Leitfähigkeit und der pH-Wert sind einfach zu messende Qualitätsparameter um die ionische Kontamination von Bioethanol zu überprüfen. Im Rahmen des Projektes wird eine primäre Messprozedur entwickelt, um die Leitfähigkeit von Bioethanol auf das SI zurückgeführt messen zu können. Der pH-Wert von Bioethanol-Wasser Mischungen wird mit einem primären pH - Messverfahren (Harned-Zelle) gemessen. Die Eignung von Glaselektrodenmessketten für die Messung in Bioethanol wird untersucht.
Das Projekt EMRP ENV05 “Metrology of Ocean Salinity and Acidity“ wird von Petra Spitzer (Petra.Spitzer@ptb.de), PTB 3.13 koordiniert.
Entwicklung und Aufbau eines Messplatzes, um die Praktische Salinität – ein Maß für den Salzgehalt von Meerwasser – zurückgeführt auf die Dichte bei Temperaturen und Drücken zu messen, die für die Ozeanographie relevant sind.
Das WP wird von Steffen Seitz (Steffen.Seitz@ptb.de), PTB, 3.13 koordiniert.
Im Zusammenhang mit dem ENV05-Projekt befindet sich derzeit ein Messplatz für die Kalibrierung von Leitfähigkeitsmesszellen im Aufbau, die in der Ozeanographie bei Drücken bis zu 70 MPa (700 bar) zum Einsatz kommen.
Im Projekt ENV05 soll eine Primärmethode für die Bestimmung des pH-Wertes von Meerwasser entwickelt, sowie eine Richtlinie für Feldmessungen des pH-Wertes ausgearbeitet werden.
Die Arbeitsgruppe plant den Aufbau eines Referenzmessplatzes, um den Gesundheitszustand von Li-Ionen Batterien, die im Bereich der Elektrotraktion eingesetzt werden, mittels elektrochemischer Impedanzspektroskopie (EIS) zu messen.
Arbeitsgruppenleiter
Dipl.-Chem. Petra Spitzer
Tel.: 0531 592-3130
E-Mail:
Petra Spitzer
Sekretariat
Steffi Siegfried
Tel.: 0531-592-3101
Fax: 0531-592-3015
E-Mail:
Steffi Siegfried
Anschrift
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Fachbereich 3.1
Bundesallee 100
38116 Braunschweig
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