Warum Speziesanalytik?
Zur Beurteilung der biologischen, chemischen und toxikologischen Einflüsse von Elementen in der Natur ist es unbedingt erforderlich, neben dem Gesamtgehalt der Elemente auch die Gehalte der Verbindungen (Spezies), in denen die Elemente vorliegen, zu kennen. Da diese Elementspezies ganz unterschiedliche Eigenschaften haben, ist eine Beurteilung der Relevanz eines gewissen Elementanteils an einer Probe nur in Verbindung mit einer speziesanalytischen Charakterisierung zuverlässig möglich.
Verschiedene Verbindungen eines Metalls können
aufweisen.

Bild 1: Bioverfügbarkeit von Selen; Einbau in wichtige Selenoproteine zum Schutz vor oxidativem Stress und somit zur Krebsvorbeugung.
Bestimmung der einzelnen Spezies
Obwohl viele dieser wichtigen Proteine zu den prioritären Analyten der Richtline der Bundesärztekammer zählen, existieren gegenwärtig keine primären Messverfahren. Damit ist keine Rückführung von Messergebnissen auf Standards höherer Ordnung möglich, wie es in der EU-Richtlinie „IVD“ (98/79/EC) gefordert wird. Stattdessen werden immunometrische Verfahren verwendet, die den Anforderungen metrologischer Primäranalytik nicht genügen.
Möglich Ansätze zur Entwicklung von primären Messverfahren sind:

Bild 2: Verschiedene Methoden der Isotopenverdünnung zur quantitativen Bestimmung von Metalloproteinen
Projekte
Veröffentlichungen
[1] Swart, C.; Rienitz, O.; Schiel, D.: Alternative approach to post column online isotope dilution ICP-MS, Talanta, 2011,
83, 1544-1551
[2] Swart, C.; Rienitz, O.; Schiel, D.: Impact of pump flow fluctuations on post column online ID-ICP-MS. Analytical and
Bioanalytical Chemistry, 2011, 401, 2025-2031
| Ansprechpartner | Dr. Detlef Schiel Tel.: 0531-592-3110 E-Mail: | |
| Dr. Claudia Swart Tel.: 0531-592-3319 E-Mail: |
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