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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

FachabteilungenAbt. 3 Chemische Physik und Explosionsschutz Forschungsnachrichten aus der Abteilung 3 > 2011
Forschungsnachrichten 2011

Nachrichten aus früheren Jahresberichten

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Metrologie für die Gesellschaft

Zündwirksamkeit mechanisch erzeugter Zündquellen in Wasserstoff/Luft-Atmosphären

Mechanische Geräte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen erzeugen in bestimmten Fehlerzuständen, z.B. beim Ausfall von Schmiermittel, mechanisch erzeugte Funken und heiße Oberflächen. Aktuell wurden Zündgrenzen bei Trockenreibung ermittelt.


Rotorstromermittlung an Asynchronmaschinen

Für explosionsgeschützte Asynchronmaschinen der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit „e“ muss im Rahmen der Typprüfung die Auslösezeit tE bestimmt werden. Insbesondere für Maschinen großer Leistung stößt die messtechnische Bestimmung an die Grenzen der Prüffelder. Ein erster Schritt zur rechnerischen Bewertung der erwarteten Temperaturen ist die Vorausberechnung der im blockierten Zustand des Motors zu erwartenden Rotorströme.


Zeitlich aufgelöste Bestimmung des Drehzahl- und Drehmomentverlaufes

Explosionsgeschütze elektrische Antriebe werden hinsichtlich des Erwärmungsverhaltens untersucht, damit keine kritischen Temperaturen erreicht werden, die oberhalb der festgelegten Temperaturklasse für den Explosionsschutz liegen. Um moderne Antriebssysteme hinsichtlich der Verluste untersuchen zu können, sind die mechanischen Größen Drehzahl und Drehmoment zur Festlegung der Ausgangsleistung relevant. Der zeitlich aufgelöste Verlauf gibt Aufschlüsse über die Charakteristik der Antriebe.


Verifizierung der Messung übertragener Ladungen von Büschelentladungen

Es ist Stand der Technik, Kunststoffe unter kritischsten klimatischen Bedingungen experimentell auf ihre elektrostatische Aufladbarkeit zu prüfen. Bei der elektrischen Prüfung entsteht hierbei ein Messfehler durch Influenzladung auf die Messelektrode. Es wird gezeigt, dass dieser Messfehler nur eine geringe, akzeptable Größe aufweist.


Zündwirksamkeit von Ultraschall gegenüber Partikeln und Staub-Luft Gemischen

Ultraschall ist in der Europäischen Explosionsschutz-Richtlinie 94/9/EG (ATEX) als eine von 13 potentiellen Zündquellen genannt. Allerdings fehlte bisher der Nachweis, dass Ultraschall tatsächlich explosionsfähige Gemische zünden kann. Nun ist es erstmals gelungen, in einem Ultraschallstehwellenfeld diesen Nachweis zu führen und ein Schwefelstaub-Luft-Gemisch zu zünden


Elektrostatische Zündgefahren

Elektrostatische Aufladung und die damit einhergehende Gefahr von zündfähigen elektrostatischen Entladungen ist in der Praxis des Explosionsschutzes ein nach wie vor wichtiges Thema. Zur Bewertung potentieller Gefahren wird die in einer Entladung übertragene Ladung als Kriterium herangezogen.


Neues Primärverfahren für die Chemie bei internationaler Vergleichsmessung erfolgreich

Ein in der PTB entwickeltes Primärverfahren zur Bestimmung von Stoffmengenkonzentrationen („IDSERS“) wurde erstmals in einer internationalen Vergleichsmessung (RELA 2010) getestet. In diesem Vergleich wurde die Konzentration von Kreatinin, einem klinischen Marker, in zwei verschiedenen Serumproben bestimmt. In beiden Fällen stimmten die mit IDSERS ermittelten Kreatininkonzentrationen sehr gut mit dem Mittelwert derjenigen Werte überein, die ausschließlich durch IDMS, dem aktuellen Referenzverfahren gemessen wurden. Das Potential der Methode für die Metrologie in der Chemie wurde damit erfolgreich demonstriert.


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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2012-11-07, Webmaster Abteilung 3 Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF