zum Seiteninhalt

Physikalisch-Technische Bundesanstalt

FachabteilungenAbt. 2 Elektrizität 2.6 Elektrische Quantenmetrologie2.61 SET, Stromstärke und Ladung > Kapazitätsstandard auf SET-Basis -Hintergrund-
Kapazitätsstandard auf SET-Basis
Aufgabe dieses metrologischen Projektes ist die Implementierung
eines neuartigen Kapazitätsstandards, welcher auf der Quantisierung
der elektrischen Ladung in Einheiten der Elementarladung e basiert.

Grundidee des Experiments ist es, einen Kondensator mit einer
bekannten Zahl n von Elektronen zu laden und die resultierende
elektrische Spannung U zu messen. Die Kapazität C des
Kondensators ist somit über C = ne / U bestimmt. Das exakte
"Abzählen" der Elektronen geschieht mit Hilfe einer speziellen
Einzelelektronen(SET)-Schaltung, einer sogenannten SET-Pumpe.
Wird die Spannung U mit Hilfe eines Josephson-Spannungsnormals
gemäss U = ifh / (2e) bestimmt, so lässt sich die Kapazität C
ausschliesslich über die Fundamentalkonstanten e und h, die Frequenz
f und zwei ganze Zahlen (n und i) ausdrücken. Das Experiment
ermöglicht somit elektrische Kapazitätsmetrologie auf Quantenbasis,
so wie es heute bereits für die elektrische Spannung U (über den
Josephson-Effekt) und den elektrischen Widerstand R (über den
Quanten-Hall-Effekt) üblich ist.


Kapazitätsnormal auf
Quantenbasis
Gelingt es, das Experiment mit einer relativen Unsicherheit von 10-7
(0,1ppm) durchzuführen, so ermöglicht es über die Realisierung des
Quantenmetrologischen Dreiecks“ einen Konsistenztest, der zum
Verständnis der drei elektrischen Quanteneffekte beiträgt.
Die Ergebnisse dieses Experiments werden dann Auswirkungen auf
ein zukünftiges Einheitensystem haben, welches auf Fundamental-
konstanten beruht.


Quantenmetrologisches
Dreieck

Nach oben


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2010-11-17, Susanne Gruber Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF