In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern werden Versuche zur Feldexposition biologischer Proben in einer µTEM-Zelle durchgeführt. Dabei wird der Einfluss von Hochfrequenzfeldern mit definierter Feldstärke auf die Entwicklung verschiedener Hybridzelllinien untersucht. Mit Hilfe eines sehr detaillierten Computermodells des Versuchsaufbaus kann die spezifische Absorptionsrate der Proben bestimmt werden.
Erste Ergebnisse zur Wirkung elektromagnetischer Felder wurden in der Fachzeitschrift "Bioelectromagnetics" publiziert (
Spindle Disturbances in Human-Hamster Hybrid (AL) Cells Induced by Mobile Communication Frequency Range Signals). Weitere Untersuchungen zur Klärung der Frage, wie z.B. im Mobilfunk eingesetzte gepulste Hochfrequenzfelder auf biologische Zellen wirken, sind geplant. Mit einem Vektorsignalgenerator lässt sich jede beliebige Modulationsform des HF-Signals erzeugen, wie sie in heutigen Kommunikationsgeräten standardmäßig benutzt werden.
Die Arbeitsgruppe befasst sich auch mit der Untersuchung der Auswirkungen einer Exposition von Zelllinien mit THz-Strahlung. In dem vom Bundesamt für Strahlenschutz beauftragten Projekt "Gentoxische Effekte von Terahertz-Strahlung in vitro" werden an der PTB Feldexpositionsexperimente an Hautzelllinien durchgeführt. Die Ergbenisse des Projekts werden am 6. und 7. Dezember 2010 auf einem internationalen Workshop im Hörsaal der PTB vorgestellt. Informationen dazu finden Sie auf der
Konferenzseite.
In dem von der Europäischen Union geförderten Projekt
"Traceable measurement of field strength and SAR for the Physical Agents Directive" (nur in Englisch) befasst sich die PTB unter anderem mit der Fragestellung, wie der Energieeintrag elektromagnetischer Wellen in biologische Materie besser erfasst werden kann.
Kontakt | Dr. Thorsten Schrader und Dr. Thomas Kleine-Ostmann Tel.: 0531 592-2200/2210 Fax: 0531 592-2205/2256 E-Mail: |
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