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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

FachabteilungenAbt. 1 Mechanik und Akustik 1.6 Schall1.63 Geräuschmesstechnik > Raumakustik
Raumakustik

Schall breitet sich im freien Raum, ähnlich wie das Licht, geradlinig aus, und es treten weder Beugungen noch andere Richtungsänderungen auf. Das gilt, solange keine ortsabhängigen Zustandsänderungen wie Temperatur-, Feuchte- oder Dichteschwankungen des schallführenden Mediums (Luft) vorliegen. Anders verhält es sich bei der Schallausbreitung in teilweise oder ganz geschlossenen Räumen, wo die Raumbegrenzungen eine für den Schall mehr oder weniger starke Durchlässigkeit aufweisen. Die Schallwellen werden hier teilweise absorbiert und teilweise mit veränderter Phasenlage und Richtung reflektiert. Je nach Oberflächenbeschaffenheit der Raumbegrenzungsflächen können die reflektierten Schallanteile unterschiedlich diffus verteilt sein, sodass sich damit ein förmlicher Fächer an Schallrückwürfen ergibt. Durch diese Eigenschaften empfängt das Ohr des Zuhörers an jeder Stelle im Raum ein unterschiedlich zusammengesetztes Schallsignal. Darüberhinaus wird der akustische Eindruck von diesem Zuhörer auf verschiedene Weise beschrieben, je nachdem, was er mit dem Hörvorgang verbindet und welchen Charakter des Schalles er erwartet.

In der Raumakustik versucht man nun, die akustischen Eigenschaften, die zu einer subjektiven Beurteilung führen, physikalisch zu beschreiben und zu messen. Aus der Korrelation dieser beiden subjektiven bzw. objektiven Ergebnisse können dann Kriterien abgeleitet werden, die geeignet sind, Räume ihrem akustischen Verwendungszweck entsprechend zu gestalten.

 

Archiv:

Absorptionsgradtabelle (α)

Richtcharakteristiken

Schallschutzschirme


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-10-31, Andreas Schmidt Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF