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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

FachabteilungenAbt. 1 Mechanik und Akustik 1.6 Schall1.63 Geräuschmesstechnik > Messeinrichtungen
Messeinrichtungen

Reflexionsarmer Messraum

Im einem großen reflexionsarmen Messraum mit den Innenabmessungen (Länge x Breite x Höhe ) 9m x 8 m x 6 m erfolgen Prüfungen und Kalibrierungen von akustischen Geräten, insbesondere von Schallpegelmessgeräten und Messmikrofonen.

Die Innenflächen des Raumes sind mit 80 cm langen Mineralwollkeilen so ausgekleidet, dass oberhalb von 100 Hz mehr als 99 % der eingestrahlten Schallenergie absorbiert wird.

Zur Erreichung einer guten Luft- und Körperschalldämmung ist der Bau in zweischaliger Bauweise gefertigt worden, wobei der innere Raum auf Stahlfedern gestellt und von der äußeren Bauhülle akustisch isoliert ist (Eigenfrequenz ca. 5 Hz).

Der Messraum liegt räumlich weit getrennt von allen Verkehrsflächen des PTB – Geländes, sodass Störeinflüsse durch Geräusche und Bodenerschütterungen außerordentlich gering sind.

In Fußbodenhöhe des anschließenden Vorbereitungsraumes ist ein begehbares Stahlnetz mit einer Maschenweite von 6 cm x 6 cm gespannt.

Mit Hilfe einer Klimaanlage kann über einen Lüftungskanal temperierte und befeuchtete Luft in den Innenraum geblasen werden.

Abbildung1: Großer reflexionsarmer Messraum

Akustischer Referenzraum

Die Arbeitsgruppe Geräuschmesstechnik verfügt über einen akustischen Referenzraum, der sowohl für raumakustische Versuche als auch für die Prüfung von Schallpegelmessgeräten unter variierbaren realen Raumbedingungen eingesetzt wird.

Akustische Besonderheiten sind hölzerne Absorberelemente an einer Wand, die für tiefe Frequenzen abgestimmt wurden und für hohe Frequenzen als Diffusoren wirken. An der Decke befinden sich ebenfalls Diffusoren, die eine spiegelnde Schallreflexionen vermeiden sollen. Zur weiteren Vermeidung so genannter "Flatterechos" wurde eine Wand teilweise schräg gestellt. Die Nachhallzeit lässt sich durch Vorhänge und   Absorberstellwände gezielt beeinflussen . 

Abbildung 2: Akustischer Referenzraum

Elektromagnetische Verträglichkeit von Schallpegelmessgeräten

Die Störfestigkeit gegen Hochfrequenzfelder wird von der Arbeitsgruppe 1.63 in der EMV - Halle überprüft. Das Hochfrequenzträgersignal wird mit einem sinusförmigen Dauersignal mit einer Frequenz von 1 kHz moduliert. Ohne die Amplitudenmodulation und in Abwesenheit des Schallpegelmessgerätes ist das Feld homogen und weist eine elektrische Feldstärke mit einem Effektivwert von 10 V/m auf. Es wird der Frequenzbereich von 26 MHz bis 1 GHz überprüft.

Abbildung 3: Große EMV - Halle

Die Störfestigkeit gegen Netzfrequenzfelder wird mit Hilfe einer Helmholtzspule untersucht. Das Schallpegelmessgerät wird in ein Magnetfeld mit einem Effektivwert der Feldstärke von 80 A/m gebracht. Die Frequenz des Wechselfeldes beträgt 50 Hz.

Abbildung 4: Helmholtzspule

Klimakammer

In einer Klimakammer wird der Einfluss von Temperatur und Feuchte auf die Messung mit einem Schallpegelmessgerät untersucht.

Dabei werden Temperaturen von -10 ºC bis +50 ºC und relative Feuchten von 25 % bis 90 % berücksichtigt.

Abbildung 5: Klimakammer

Mechanischer Messplatz

Mit einem Schwingerreger wird der Einfluss von mechanischen Schwingungen auf die Messung eines Schallpegelmessgerätes untersucht. Es wird der Frequenzbereich zwischen 20 Hz und 1000 Hz bei der Prüfung berücksichtigt.

Abbildung 6: Mechanischer Messplatz


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-10-31, Andreas Schmidt Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF