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Peter Ulbig
Es ist der Traum eines jeden Erfinders: Eines Tages vor der eigenen Erfindung zu stehen, die z. B. in Form eines Prototypen oder eines Produkts Wirklichkeit geworden ist. Bis es jedoch soweit ist, können mehrere Jahre vergangen sein, viel Geld, Zeit und Arbeit sind möglicherweise investiert und vielleicht auch viele Gespräche mit interessierten Firmen geführt worden. Damit aus einer guten Idee bzw. Erfindung Wirklichkeit wird, bedarf es der Unterstützung kompetenter Ansprechpartner, die die verschiedenen Facetten des Technologietransfers beherrschen und als Dienstleistung erbringen. Dabei zeigt die Erfahrung, dass nicht jede Erfindung zu einem wirtschaftlichen Erfolg wird. Tatsächlich ist es so, dass ca. 90 % aller Ideen für innovative Produkte nie zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Produkt führen [1]. Es kommt also darauf an, aus einem möglichst großen Pool von neuen Ideen die aussichtsreichsten "Rosinen" herauszupicken, sowohl in technischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht zu bewerten und geeignete Partner in der Industrie zu finden, die an einer Umsetzung in ein Produkt interessiert sind. Für eine forschende Institution wie die PTB ist es von daher essenziell im Rahmen des Technologietransfers, eine Brücke zur Industrie zu bauen, da die PTB keine eigene Produktentwicklung betreiben kann.
Bernhard Smandek
Frühzeitig Forschungsergebnisse in Innovationen verwandeln - das ist die Grundidee beim Technologietransfer. Etwas genauer versteht man gemeinhin Technologietransfer als Prozess der Übergabe von geistigem Eigentum und technischen Systemen an einen Nutzer zum Zwecke der wirtschaftlichen Verwertung. Technologietransfer findet täglich sowohl in Unternehmen, bei großen Konzernen auch zwischen Unternehmenssegmenten und von Forschungsinstitutionen in Unternehmen hinein statt. Hier sollen die Rahmenbedingungen des Technologietransfers aus der Forschungsinstitution PTB in die Wirtschaft erläutert werden. Dabei ist es das Ziel, die vielfältigen Angebote der PTB unseren Industriepartnern vorzustellen.
Andreas Barthel
Im Rahmen der Lissabon-Strategie vom März 2000 wurde von der Europäischen Kommission gefordert, Europa bis ins Jahr 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Diese Strategie der Europäischen Kommission wurde im Juni 2010 durch das Programm Europa 2020 fortgeführt. Darin wird die Nutzung von Schutzrechten, die im englischen Sprachraum als Intellectual Property (IP) bezeichnet werden, als wichtiger Erfolgsfaktor zur Erreichung der Ziele gesehen. Schwerpunkte dieser Entwicklungsstrategie sind die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie der Hochschulbildung zur Erhöhung des Wirtschaftswachstums innerhalb der EU. Das Ziel sieht die Kommission in der Steigerung der Investition in Forschung und Entwicklung (F&E) auf 3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2020 gegenüber 1,84 % im Jahr 2006 erfüllt. Die USA investierte, z. B. 2,61 % und Japan 3,39 % des BIP im gleichen Jahr in F&E. In einer detaillierten regionalen Betrachtung wurden führende Regionen Europas untersucht, in denen die Investitionen in F&E-Aktivitäten besonders hoch sind.
Knut Blind
Forschungseinrichtungen stehen nicht nur unter dem Druck, exzellente Forschungsergebnisse hervorzubringen. Es besteht zunehmend auch der Anspruch, dass sich ihre Ergebnisse kommerziell vermarkten lassen. Traditionell geschieht dies entweder durch Industrieaufträge, Ausgründungen oder durch die Auslizenzierung der patentierten Forschungsergebnisse. In diesem Beitrag wenden wir uns dem Thema Patentierung im speziellen Kontext der Standardisierung zu.
Jörg Saathoff
Neben Forschung und Lehre gehört der Wissens- und Technologietransfer bereits seit längerer Zeit zu den Grundaufgaben einer wissenschaftlichen Einrichtung oder Hochschule. Dies gilt in besonderem Maße für eine wissenschaftlich-technisch orientierte Universität, wie die TU Braunschweig, an der der Wissens- und Technologietransfer in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut und verstärkt wurde. An der TU Braunschweig studieren zurzeit 13 500 Studierende überwiegend in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Außerdem forschen an der Hochschule 1800 wissenschaftliche Mitarbeiter in mehr als 110 Instituten, die in sechs Fakultäten organisiert sind. Allein diese Zahlen verdeutlichen das große Potential für den Wissens- und Technologietransfer.
Daniel Bandow und Andreas Schröder
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR e. V.) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Luft- und Raumfahrt tragen maßgeblich zur Gestaltung unserer Lebensbedingungen bei. Der Luftverkehr sichert unsere globale Mobilität, Satelliten ermöglichen eine weltweite Kommunikation. Die Fernerkundung liefert wichtige Daten über unsere Umwelt und die Erforschung des Weltraums bringt neue Erkenntnisse über Ursprung und Entwicklung des Sonnensystems, der Planeten und damit des Lebens. Darüber hinaus profitieren wichtige andere Industriezweige von Innovationen aus Luft- und Raumfahrt, von der Werkstoff-Technologie über neue medizintechnische Verfahren bis zu Software-Entwicklungen.
Bernhard Smandek
Ausgehend vom 2005 verabschiedeten Leitbild, das in vielen Punkten der späteren für den Forschungsbereich erstellten IP-Charta der europäischen Gemeinschaft ähnelt, fördert die PTB den Technologietransfer in und die Kooperation mit der Wirtschaft.
Dabei ist der eigentliche Stab von Technologietransfer-Büros, auch wenn es sich um weitaus größere Institutionen handelt und einige Dutzend Mitarbeiter umfasst, in der Relation zu den Gesamtaufgaben typischerweise äußerst klein. Die PTB bewegt sich hier mit einem Anteil von 0,3 % an allen Beschäftigten im unteren Mittelfeld.
Optische Technologie, Mikro- und Nanotechnik, Sensorik, Koordinatenmesstechnik, Medizintechnik
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