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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

EMRP (A programme of EURAMET) > Hochtemperatur-Messverfahren für industrielle Anwendungen
Hochtemperatur-Messverfahren für industrielle Anwendungen

High Temperature Metrology for Industrial Applications (>1000°C)

In vielen industriellen Prozessen wie der Stahl-, Glas- und Keramikherstellung, der Gewinnung hochschmelzender Metalle, aber auch in Industriebranchen wie der Raumfahrt- und Atomindustrie sind Temperaturen von teilweise über 2500°C unverzichtbar. Um die Prozesseffizienz und -kontrolle zu steigern, ist eine verbesserte Temperaturmessung in diesem Bereich erforderlich.

Hochtemperaturprozesse gehen mit einem hohen Energieverbrauch einher und sind daher mit hohen CO2-Emissionen verbunden. Derzeit verwendete Temperatursensoren weisen oftmals hohe Driften auf, die zu einem ineffizienten Energieverbrauch und damit zu erhöhten Emissionen führen. Die Charakterisierung und das Verständnis von Sensordriften, die Bestimmung verlässlicher Korrekturen und die Möglichkeit, in-situ-Validierungen vornehmen zu können, werden wesentlich dazu beitragen, die Strahlungsthermometrie für Hochtemperaturanwendungen im industriellen Bereich auf ein sicheres metrologisches Fundament zu stellen. Damit wird eine Voraussetzung geschaffen, dass europäische Unternehmen auch zukünftig auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind, einerseits durch einen reduzierten Energieverbrauch, andererseits durch eine gleichbleibend hohe Produktqualität mit einem Minimum an Ausschuss.

Die PTB leitet zwei der insgesamt acht Arbeitspakete. Eines der beiden Arbeitspakete beinhaltet die Entwicklung von selbstprüfenden Sensoren und rückführbaren Verfahren zur Messung von Temperaturen über 2000°C im Vakuum oder in Schutzgasatmosphäre bzw. Temperaturen bis 1800°C in oxidierender Atmosphäre. Das zweite Arbeitspaket umfasst die Entwicklung von Messverfahren, um die in-situ Temperaturmessung bei thermischen Bearbeitungsverfahren wie Laserhärten und Schweißen zu verbessern.

 

Weitere Informationen über das Projekt und die Projektpartner:

Projekt-Webseite

 

Ansprechpartner

Dr. Klaus Anhalt
Tel.: 030 - 3481 7427
E-Mail: klaus.anhalt@ptb.de


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, last update: 2012-02-28,  Seite drucken PrintviewPDF-Export PDF