Von der Gründung 1887 bis ins 21. Jahrhundert
1887
Gründung der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (PTR) in Berlin auf Initiativen und nach Ideen von Werner von Siemens und Hermann von Helmholtz. Helmholtz wird ihr erster Präsident.
1898
Erste gesetzliche Aufgaben: Darstellung und Bewahrung der elektrischen Einheiten, Prüfung von Messgeräten für elektrische Größen.
1923
Eingliederung der Reichsanstalt für Maß und Gewicht. Technische Oberaufsicht über die Eich- und Prüfämter. Für die Festsetzung und Sicherung aller gesetzlichen Einheiten verantwortlich.
1933
Auch für die PTR beginnt ein dunkles Kapitel. Ein überzeugter Nationalsozialist und Gegner der modernen theoretischen Physik wird zum Präsidenten ernannt. U. a. löst er in seiner Amtszeit das Kuratorium der PTR auf.
1943-45
Schwere Kriegsschäden, Verlagerung vieler Laboratorien der Reichsanstalt.
1946
Wiederaufbau der PTR in Berlin, als Dienststelle des Senats von Berlin-West.
1950
Gründung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig.
1953
Eingliederung der PTR in Berlin-Charlottenburg als "Institut Berlin" in die PTB.
1977
Staat und Wirtschaft gründen den Deutschen Kalibrierdienst (DKD) zur staatlich zertifizierten Kalibrierung von Normalen und Messgeräten, dessen Leitung bei der PTB liegt.
1990
Übernahme von Aufgaben des Bereiches Messwesen des "Amtes für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung" (ASMW) der ehemaligen DDR. Die PTB beschäftigt zu diesem Zeitpunkt über 2000 Mitarbeiter.
2002
Evaluation der PTB im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit durch eine internationale Expertenkommission in Bezug auf Profil und Qualität der Arbeit – mit exzellentem Ergebnis.
2008
Im Auftrag der Bundesregierung wird die PTB vom Wissenschaftsrat evaluiert – mit exzellentem Ergebnis.
2012
„125 Jahre genau“: Im März 2012 blickt die PTB auf eine 125-jährige (Erfolgs-) Geschichte zurück – mit einem internationalem Symposium und einem Festakt in der Braunschweiger Stadthalle.