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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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maßstäbe Heft 5
Kleine Größen

Blicke in die Mikro-Welt oder: Das Licht austricksen

Autorin: Dörte Sasse

Das Monster war schon tot, als die Marquise es zu Gesicht bekam: ein ausgesprochen hässliches Viech im Schuppenpanzer, mit hinterlistigen Äuglein und absurd langen, garstig behaarten Beinen. Über den Floh ließ es sich prächtig amüsieren, jetzt, da er nicht mehr in den Gewändern zwickte - die Marquise genoss eine der beliebten "Insectenbelustigungen" und "Augenergötzungen" im Fürstensalon. Und durchs "Microscopium" boten sich auch erfreulichere Anblicke, etwa wunderschöne Bilder aus künstlerisch arrangierten Kieselalgen.

Das Mikroskop, um 1600 von Holländern und Italienern fast zeitgleich entwickelt, diente fast zweihundert Jahre lang mehr als Spielzeug denn als ernsthaftes Werkzeug für die Wissenschaft. Und auch dort erwartete noch kaum jemand winzige Dinge, die das Auge nicht wenigstens erahnen ließ. So blieb die Mikrowelt lange das Privatinteresse weniger Neugieriger und die wahre Bedeutung der "vielen kleinen Thierchen", auch für Leben und Gesundheit, erschloss sich der Menschheit erst Jahrhunderte später.

Ob sich das Licht wirklich austricksen lässt, erfahren Sie in den gedruckten maßstäben.

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© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2011-11-17, Volker Großmann Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF