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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

FachabteilungenAbt. 8 Medizinphysik und metrologische Informationstechnik Akt. Forschungsn. u. Nachrichten Jahresber. 2013 > Nachricht aus dem Jahresbericht
Nachrichten aus der Abteilung 8

Zweidimensional anregen – drei Dimensionen messen

Ansprechpartner: T. Lindel, FB 8.1

Räumlich selektive Anregung (SSE) ist ein vielversprechendes neues Verfahren in der Magnetresonanztomographie (MRT), mit dem es möglich ist, sich einen interessierenden Ausschnitt z.B. des Gehirns "heraus zu zoomen" und mit höherer Auflösung aber ohne höhere Messzeit zu vermessen. Die komplexen Hochfrequenz-Anregungspulse für SSE sind bisher nur in 2D-Ausführung praktikabel, d.h. die Anregung von Magnetisierung ist nur innerhalb einer Ebene räumlich selektiv, senkrecht dazu wird das gesamte Objekt angeregt. Besonders störend war bisher, dass nur die zentrale Schicht, für die die HF-Pulse berechnet wurden, sauber angeregt wurde. Weiter außen liegende Schichten mussten zwar zeitaufwändig mitgemessen werden, waren aber aufgrund starker Bildartefakte nicht verwertbar. Durch ein verbessertes Pulsberechnungsverfahren, das in der PTB entwickelt und am 7-T-Tomographen der Berliner Ultrahochfeld Facility in Berlin-Buch getestet wurde, ist es jetzt gelungen, 2D-SSE-Pulse mit besonders hoher Bandbreite zu berechnen. Mit diesen Pulsen werden die Artefakte in den äußeren Schichten dramatisch reduziert, so dass jetzt ohne zeitlichen Mehraufwand Daten in guter Qualität über die gesamte Tiefe des Gehirns gemessen werden können.



© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2012-01-11, Webmaster Abteilung 8 Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF