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Physikalisch-Technische Bundesanstalt

DienstleistungenZertifizierungsstelleSektor 1: Explosionsschutz und Schussgeräte > Explosionsschutz
Explosionsschutz

Der Zertifizierungssektor Explosionsschutz (ZS-Ex) besteht aus Mitarbeitern der Fachbereiche 3.4 bis 3.7 der PTB und ist eine europäische Benannte Stelle mit der Kennnnummer 0102 im Sinne der Richtlinie 94/9/EG. Die Akkreditierung erfolgte durch die Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) (künftig: DAkkS) für alle in der Richtlinie vorgesehenen Module der Konformitätsbewertung; Baumusterprüfungen und Anerkennungen von QM-Systemen werden vom angeschlossenen Prüflaboratorium für Explosionsschutz (PL-Ex) ausgeführt. Zum Kompetenzbereich gehören im wesentlichen die elektrischen und nichtelektrische Geräte und Schutzsysteme. Die Zertifizierung stützt sich dabei auf die bei der Prüfung des Betriebsmittels in der entsprechenden Arbeitsgruppe ermittelten Ergebnisse bzw. auf die dort erstellten Auditberichte.

Auftragserteilung

Der Zertifizierungssektor Explosionsschutz der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt führt nach Auftrag der Hersteller explosionsgeschützter elektrischer und/oder nichtelektrischer Betriebsmittel/Geräte oder Schutzsysteme gebührenpflichtige Typenprüfungen nach der ATEX-Richtlinie 94/9/EG durch. Das Auftragsverfahren, die technischen Anforderungen, der Prüfungsablauf sowie Geltungsbereich und Gültigkeit der nach erfolgreicher Prüfung ausgestellten Bescheinigungen ist in den Merkblättern beschrieben. Basis der Prüf- und Zertifizierungsarbeit ist die Anerkennung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt für Konformitätsbewertungen, Prüf-, Mess- und Kalibrierleistungen (AGB) und die Anerkennung der allgemeinen Zertifizierungsbedingungen (AZB). Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers finden keine Anwendung. Download der AGB und der AZB der PTB.

Die Anerkennung von QM-Systemen erfolgt basierend auf einem Auftragsvordruck, es gelten die Allgemeinen Zertifizierungsbedingungen (AZB) der PTB .

Gebühren- und Stundensätze

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (Bundesanstalt) erhebt für ihre Nutzleistungen Kosten (Gebühren und Auslagen) nach der Kostenverordnung für Nutzleistungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt vom 17. Dezember 1970 mit der zehnten Verordnung zur Änderung der Kostenverordnung für Nutzleistungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt vom 17. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3753). Gebühren werden auch für Nutzleistungen erhoben, die nicht begonnen oder nicht zu Ende geführt worden sind, wenn die Gründe von demjenigen zu vertreten sind, der die Nutzleistung veranlasst hat. Die Gebühr wird nach dem Arbeitsaufwand berechnet. Erfordert die Nutzleistung überdurchschnittliche Aufwendungen für Material, Energie, besondere Prüfanlagen, Mess- und Hilfseinrichtungen oder andere Vorkehrungen oder Hilfsmittel oder verursacht die Nutzleistung sonstige überdurchschnittliche Kosten, so sind diese Sonderaufwendungen entsprechend den Selbstkosten zu berechnen.

Bei der Berechnung der Gebühr nach dem Arbeitsaufwand ist als Stundensatz im Explosionsschutz
zugrunde zu legen:
138,00 Euro (netto). Nähere Informationen zu den Dienstleistungen der PTB
Angefangene Viertelstunden sind auf volle Viertelstunden aufzurunden.

Zum Arbeitsaufwand gehören vorbereitende Schriftwechsel und Gespräche, Aufbau und Umbau von Prüfanlagen einschließlich der notwendigen Werkstattarbeiten sowie sonstige Vorarbeiten, die unmittelbare Prüfarbeit am Prüfobjekt, Abbau der Prüfanlagen, Auswertung der Protokolle, Anfertigung der Prüfungsurkunden sowie sonstige Abschlussarbeiten, Besprechungen sowie Schreibarbeiten. Werden Nutzleistungen außerhalb der Bundesanstalt erbracht, so sind Gebühren nach dem Arbeitsaufwand ferner zu berechnen für Reisezeiten, die innerhalb der üblichen Arbeitszeit liegen oder von der Bundesanstalt besonders abgegolten werden und Wartezeiten, die vom Kostenschuldner verursacht worden sind.

Die Kosten werden mit der Bekanntgabe der Kostenentscheidung an den Kostenschuldner fällig (Kostenbescheid), wenn nicht die Bundesanstalt einen späteren Zeitpunkt bestimmt. Die Erbringung einer Nutzleistung kann von der Zahlung eines angemessenen Vorschusses oder von einer angemessenen Sicherheitsleistung bis zur Höhe der voraussichtlich entstehenden Kosten abhängig gemacht werden. Die Aushändigung eines Gutachtens oder die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse kann zurückgestellt werden, bis die durch die Nutzleistung erwachsenen Kosten bezahlt sind.

QM-Anerkennungen werden nach pauschalen Gebührensätzen abgerechnet.


Übersetzung von Zertifikaten in die englische Sprache

Nach Auftrag stellt die PTB auch Zertifikate in englischer Sprache als Übersetzung des deutschen Originals aus. Der Auftrag hierfür kann zusammen mit dem Auftrag für die Prüfung/Zertifizierung oder aber separat (auch zeitlich später) erteilt werden. Die im Rahmen des IECEx-Systems ausgestellten Zertifikate sind ausschließlich in englischer Sprache verfasst.
Die Übersetzungen haben urkundlichen Charakter und werden ausgestellt für EG-Baumusterprüfbescheinigungen sowie Prüfberichte zu EG-Baumusterprüfbescheinigungen (z.B. zur Vorlage bei ausländischen Prüfstellen). Die Kosten für die Übersetzung ergeben sich aus dem hierfür anfallenden Arbeitsaufwand. Die Berechnung erfolgt gemäß Gebührenordnung
der PTB für Nutzleistungen.


© Physikalisch-Technische Bundesanstalt, letzte Änderung: 2013-01-29,  Seite drucken DruckansichtPDF-Export PDF